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Erklärung katholischer Theologinnen und Theologen zur Ethik empfängnisverhütender Mittel

Zur Vorbereitung des 50. Jahrestages der Promulgation der Enzyklika "Humanae Vitae: Über die Rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens" versammelte das Wijngaards Institute eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe von Expertinnen und Experten, um die die ethische Problematik der Empfängnisregelung einer Neubewertung zuzuführen.
Die Schlussfolgerungen dieser Erklärung basieren auf interdisziplinärer Forschung, die für Fachkundige unschwer eigenständig zu verifizieren ist. Aus diesem Grund unterbreiten wir diese Erklärung einer breiteren Öffentlichkeit zur Bestätigung. Wir sind auch eingeladen, unseren Bericht bei einem von der UN veranstalteten Treffen in New York am 20. September 2016 zu präsentieren.
Unser Ziel ist es, die Katholische Kirchenleitung zu ermutigen, ihre Stellung gegenüber der so genannten "künstlichen" Empfängnisregelung zu revidieren. Zu diesem Zweck bringen wir die Ergebnisse dieser Erklärung sowohl den Amtsträgern und Meinungsführern der Katholischen Kirche (z.B. Bischöfen, Priestern, Ordensfrauen, Management und medi­zinisches Personal katholischer Gesundheitseinrichtungen, katholischen SozialarbeiterInnen, JournalistInnen etc.) als auch den "gewöhnlichen" Gläubigen zur Kenntnis.
Unsere Ergebnisse und theologischen Materialien werden weiters all jenen UN-Einrichtungen und Einrichtungen zur Entwicklungszusammenarbeit zugänglich gemacht, die versuchen, in ihrer Arbeit im Hinblick auf die von den UN vorgelegten Zielen nachhaltiger Entwicklung (UN Development Goals) die Anliegen religiöser Überzeugungen und Frauengesundheit zu vermitteln.

Wijngaards Institute for Catholic Research, August 2016

Dr Luca Badini Confalonieri, at the UN launch of the Statement.
Dr Luca Badini Confalonieri, at the UN launch of the Statement.

DIE ERKLäRUNG

Zusammenfassung: Weder die Bibel noch die biologischen Gesetzmäßigkeiten menschlicher Fortpflanzung bieten stichhaltige Gründe dafür, dass sexueller Verkehr in allen Fällen offen für Fortpflanzung sein muss. Im Gegenteil gibt es reichlich Zeugnisse aus der Bibel selbst, aus der Evolutionsbiologie und der Soziologie dafür, dass Menschen legitimerweise aus verschiedenen Gründen und Sinnzielen sexuelle Begegnung suchen; Fortpflanzung ist hier nur eine Sinndimension unter anderen. Weder die biologische Möglichkeit noch die Absicht der Fortpflanzung ist jedem einzelnen Geschlechtsakt notwendig inhärent. Dem entsprechend kann der Gebrauch von Kontrazeptiva sowohl zur Familienplanung als auch zur Krankheitsprävention ethisch gerechtfertigt sein.

Hintergrund

Dass die Katholische Kirche sog. "künstliche" Verhütungsmittel zur Familienplanung ausnahmslos ablehnt, basiert auf den Argumenten, die Papst Paul VI. 1968 in der Enzyklika "Humanae Vitae: Über die Rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens" dargelegt hat. Diese Argumente wurden seither vielfach in kirchenamtlichen Stellungnahmen wiederholt, aber niemals substantiell weiterentwickelt. Die vorliegende Erklärung des Wijngaards Institute gilt der kritischen Reflexion dieser Argumente im Hinblick auf ihre theologische und ethische Tragfähigkeit.

Die Argumentation von Humanae Vitae mit dem Naturrecht

§1. Das Hauptargument von HV lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
§1.1. Die biologischen "Zeugungsgesetze" zeigen, dass der Sexualverkehr auf die "Weckung neuen Lebens" hingeordnet ist (HV §13).
§1.2. Daher ist jeder einzelne Geschlechtsakt in "Sinngehalt" (HV §12) und "Ziel" (HV §3) auf Fortpflanzung ausgerichtetet und muss "von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben" (HV §11).
§1.3. Die erwähnten "Zeugungsgesetze" wurden "vom Schöpfergott" in den ehelichen Akt "hineingelegt" und entsprechen somit seinem göttlichen "Plan". Daher widerspricht jede beabsichtigte Vereitlung dieses Sinngehaltes und Ziels "Gottes Plan und heiligen Willen" und widersetzt sich so "dem Willen des ersten Urhebers menschlichen Lebens" (HV §13).
§1.4. Daher "ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel" (HV §14).
§2. Daraus leitet HV folgende ethische Normen ab:
§2.1. Der Gebrauch "künstlicher" empfängnisverhütender Mittel ist ausnahmslos verboten. Der Grund dafür ist, dass sie "den Zeugungsvorgang bei seinem natürlichen Ablauf" hindern (HV §16).
§2.2. Der Gebrauch von Methoden Natürlicher Familienplanung (NFP) mit derselben Intention der Empfängnisverhütung ist dagegen moralisch zulässig. Der Grund dafür ist, dass in diesem Fall "die Eheleute von einer naturgegebenen Möglichkeit rechtmäßig Gebrauch" machen und sich so "an die von Gott gesetzte Ordnung" halten (HV §16).

Beurteilung des Naturrechtsarguments

§3. Die Argumentation vonHV wird durch die naturwissenschaftliche Evidenz nicht gestützt.
§3.1. HV argumentiert, dass die biologischen "Zeugungsgesetze" zeigen, dass jeder Sexualverkehr über eine inhärente Ausrichtung zur Weitergabe des Lebens verfügt und daher jeder Geschlechtsakt "von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben muss."
Das widerspricht der biologischen Evidenz: Die große Mehrzahl der Sexualakte verfügt eben nicht über die biologische "Eignung zur Weckung neuen Lebens". Zudem führt auch jene Minderzahl an Akten, die eine solche "Eignung" aufweisen – in dem Sinn, dass sie ein heterosexuelles Paar im reproduktiven Alter betreffen und in dem fruchtbaren Zeitraum von ca. 6 Tagen im Monatszyklus stattfinden – in den meisten Fällen nicht zur Fortpflanzung.
Der Grund dafür ist, dass die kausale Beziehung zwischen Insemination einerseits und Befruchtung, Nidation und zuletzt Geburt nur statistisch gegeben ist, nicht aber mit Notwendigkeit.
Daher widerspricht die wissenschaftliche Evidenz der zentralen Aussage von HV, dass jeder einzelne Geschlechtsakt die eine reproduktive Sinn- und Zielrichtung aufweist und "von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet " ist.
§3.2. Selbst wenn die "Zeugungsgesetze" darauf hindeuten würden, dass jeder einzelne Sexualakt ausschließlich oder primär eine prokreative Finalität aufweist, wäre es immer noch nicht korrekt, daraus die ethische Verpflichtung abzuleiten, dass Menschen, die miteinander sexuell verkehren, stets und ausnahmslos offen für die Möglichkeit der Fortpflanzung sein müssten, um moralisch richtig zu handeln.
Eine solche Schlussfolgerung basiert auf der Annahme, dass es stets unmoralisch sei, eine Handlung von ihrem natürlichen Ziel zu trennen. Diese Annahme ist jedoch unrichtig; es liegt hier offensichtlich ein sog. ontologischer Fehlschluss vor, der ein Werturteil (über das, was moralisch sein sollte) direkt aus einem Tatsachenurteil (über das, was ist) ableitet.
Darüber hinaus ist es auch nicht korrekt, ein göttliches Gebot direkt aus einem Naturgesetz abzuleiten, wie es in HV geschieht, wo die erwähnten moralischen Verpflichtungen direkt als Gottes Wille ausgegeben werden.
§3.3. Die Behauptung, dass Menschen nicht in die biologischen Gesetzmäßigkeiten menschlicher Fortpflanzung eingreifen dürften, weil sie von Gott gesetzt seien, widerspricht der erfahrungsmäßigen Evidenz, wie Menschen allgemein mit der Schöpfungsordnung interagieren.
Als vernunftbegabte Wesen haben Menschen die einzigartige Fähigkeit, bewusst in die durch physikalische, chemische und biologische Naturgesetze gegebenen Wahrscheinlichkeiten einzugreifen. Diese Realität bestimmt unser tägliches Leben, zum Beispiel im Fall medizinischer Maßnahmen – vom relativ harmlosen Fall der Schmerzstillung bis zu schwerwiegenden Fällen wie Herzchirurgie. In allen solchen Fällen werden die natürlichen Wahrscheinlichkeiten – der Heilung, des Überlebens oder Todes – absichtlich verändert. Zudem beeinflusst die Entscheidung, in natürliche Prozesse nicht einzugreifen, ebenfalls diese Wahrscheinlichkeiten, gerade so, wie die Entscheidung doch einzugreifen.
Die moralische Frage ist daher nicht, ob man in den natürlichen Ablauf eines natürlichen Prozesses eingreifen darf oder nicht, sondern ob und in welchem Fall ein solches Eingreifen dem Wohlergehen der Menschen und der Schöpfung insgesamt dienlich ist.
§4. Zudem liegt ein Selbstwiderspruch vor, wenn man einerseits festhält, dass ein absichtlich unfruchtbar gemachter" Geschlechtsverkehr "in sich unsittlich" sei (HV §14), und zugleich betont, dass es legitim sei, NFP zu praktizieren – und zwar ausdrücklich mit der Absicht, "aus guten Gründen Kinder vermeiden" und dabei "auch sicher" sein zu wollen. (HV §16).

Die Argumentation von Humanae Vitae mit der kirchlichen Autorität

§5. Obwohl HV behauptet, dass ihr Hauptargument schon allein aufgrund der Gewichtigkeit des Naturrechtsarguments stichhaltig ist, ergänzt es dieses mit zwei Autoritätsargumenten. Beide können dahingehend interpretiert werden, dass die bisherige lehramtliche Ablehnung der Empfängnisverhütung zum unfehlbaren Lehrbestand gehört.
§6.1. Zum einen argumentiert HV, dass das magisterium die von Gott auferlegte Pflicht habe, das "natürliche Sittengesetz" (HV §4) zu verkünden, welches die Ethik der Empfängnisregelung beinhaltet. Zudem bekräftigt HV: Das "natürliche Sittengesetz bringt den Willen Gottes zum Ausdruck, und dessen treue Befolgung ist ja allen Menschen zum ewigen Heil notwendig" (HV §4). Dies wurde manchmal dahingehend interpretiert, dass aus diesem Grund HV selbst als unfehlbar betrachtet werden müsse, denn das magisterium könne in jenen Fällen, die für das ewige Heil der Menschen ausschlaggebend seien, nicht irren.
§6.2. Zweitens begründet Paul VI., der Grund, weswegen er den Endbericht der Päpstlichen Kommission zur Geburtenkontrolle zurückgewiesen habe, liege darin, dass in deren Vollversammlung "einige Lösungsvorschläge auftauchten, die von der Ehemoral, wie sie vom kirchlichen Lehramt bestimmt und beständig vorgelegt wurde, abwichen" (HV §6). Wiederum scheint die implizite Annahme zu sein, dass die kontinuierliche Lehrtradition des magisteriums in dieser Frage nicht verändert werden könne und daher unfehlbar sei.
§6.3. Dagegen ist festzuhalten, dass entsprechend der gesamten Tradition katholischer Theologie kirchliche Lehren – einschließlich solche der Moral – nur dann unfehlbar und unveränderlich definiert werden können, wenn diese "entweder offenbart sind oder zur Verteidigung bzw. Erklärung einer Offenbarungswahrheit notwendig" (Vgl. CDF: Mysterium Ecclesiae (1973), DH 4536 [AAS 65 (1973) 401]). Wo das nicht der Fall ist, kann ihre Richtigkeit allein durch die Vernunft bewiesen, nicht aber unfehlbar definiert werden.
Die Lehre, dass "künstliche" Empfängnisverhütung immer und überall eine in sich schlechte Handlung sei, ist weder in der Bibel offenbart, noch konnte jemals aufgewiesen werden, dass sie für die Wahrheit der christlichen Offenbarung essentiell ist. Dem entsprechend kann sie nicht zum Gegenstand einer unfehlbaren Definition werden.
Daher kann die Berufung auf eine angebliche konstante lehramtliche Tradition zu dieser Frage für sich allein genommen die Frage nicht klären und die Diskussion nicht beenden.
Aus demselben Grund – dass nämlich die Anforderungen an eine unfehlbare Lehre nicht erfüllt sind – ist es nicht zulässig zu behaupten, die Enzyklika müsse unfehlbar sein, denn es sei unmöglich, dass das magisterium der Katholischen Kirche in seiner von Gott auferlegten Pflicht, das "natürliche Sittengesetz" (HV §4) zu lehren, irre und auf diese Weise sowohl deren lehramtliche Autorität als auch das ewige Heil der Menschen in Gefahr bringe.

Abschließende Beurteilung von Humanae Vitae

§7. Als Schlussfolgerung ergibt sich, dass sich weder aus der Bibel noch aus der Natur Gründe herleiten lassen, welche die gegenwärtige katholische Lehre stützen, dass "künstliche" Empfängnisverhütung zur Familienplanung ausnahmslos unsittlich sein sollte.
Im Gegenteil weisen zahlreiche Gründe darauf hin, dass die Entscheidung, moderne Kontrazeptiva zu gebrauchen, einfach eine Weise unter anderen ist, wie sich die menschliche Fähigkeit, intelligent und verantwortlich mit der Schöpfungsordnung umzugehen, realisiert.

Die ethische Bewertung moderner Kontrazeptiva zur Familienplanung und Krankheitsprävention

§8. Die Moralität einer menschlichen Handlung wird bestimmt durch Motiv und Intention des Handelnden, die Handlungsfolgen sowie die konkreten Umstände einer Handlung.
§9. Die Bibel verweist auf verschiedene ethisch wertvolle Motive für eine sexuelle Begegnung, auch solche, die nicht in der Zeugung von Nachkommenschaft liegen. Das wird zudem durch die aktuelle Forschung, etwa Evolutionsbiologie und Soziologie, bestätigt.
Diese nicht auf Zeugung hin ausgerichteten Motive für Geschlechtsverkehr beinhalten u.a. Lust, Liebe, Trost, die Feier eines Festes und Ausdruck und Stärkung partnerschaftlicher Lebensgemeinschaft.
Daher kann auch die Entscheidung, moderne Kontrazeptiva zu benützen, aufgrund einer Reihe von moralisch wertvollen Intentionen ethisch verantwortet werden.
Diese Intentionen richten sich dann auf einen oder mehrere der angeführten Sinngehalte sexueller Begegnung; es können auch noch andere dazu kommen, z.B. Familienplanung nach den Prinzipien der verantworteten Elternschaft (HV §10).
§10.1. HV erlaubt Methoden der sog. "Natürlichen Familienplanung". Die Enzyklika gesteht zu, dass NFP mit derselben Intention angewandt werden darf wie moderne Kontrazeptiva, nämlich um im Rahmen verantwortlicher Familienplanung eine Empfängnis zu verhindern. Insofern sind ceteris paribus die beiden Verhütungsmethoden ethisch gleichwertig.
§10.2. Abortive Methoden sollten im Regelfall vermieden werden, außer es ist dafür ein hinreichend schwerer Grund gegeben. Zur Bestimmung der Verhältnismäßigkeit können die traditionellen ethischen Prinzipien des "geringeren Übels" und der "Handlung mit Doppelwirkung" angewandt werden.
Ob eine Verhütungsmethode als abortiv betrachtet werden muss oder nicht entscheidet sich an der Frage, ob der Beginn des menschlichen Leben mit dem Abschluss des Fertilisationsprozesses oder mit der Nidation vorliegt. Bemerkenswert ist hier, dass die menschliche Spezies eine bemerkenswert hohe Rate natürlicher Aborte kurz vor oder nach der Nidation aufweist (ca. 50%). Daher sollte man in der Beurteilung von nidationshemmenden Kontrazeptiva als "abtreibend" sehr zurückhaltend sein.
§11. Der Gebrauch moderner Kontrazeptiva zur Familienplanung hat erwiesenermaßen zahlreiche Vorteile; unter anderem trägt er signifikant zur Senkung der Geburtskomplikationen und der Sterblichkeitsrate von Müttern bei, er senkt die Kindersterblichkeit und die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche. Umgekehrt trägt er zur Verbesserung der mütterlichen und kindlichen Gesundheit bei.
Die Datenlage weist auch darauf hin, dass Familienplanung durch moderne Kontrazeptiva zu einer signifikanten Verbesserung der Frauenbildung und damit zum Gemeinwohl beiträgt. Folglich führen die dadurch ermöglichten höheren Aufwendungen für die Kinder zu einer Verbesserung ihrer kognitiven Entwicklung, körperlichen und seelischen Gesundheit, Erziehung und Bildung – kurz: zu einer Verbesserung der künftigen Chancen, einen spezifischen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.
Aufgrund des außergewöhnlich breiten Spektrums der so gegebenen Vorteile für die betroffenen Personen und die Gesellschaft wurde die Förderung der Familienplanung durch moderne Kontrazeptiva als essentieller Bestandteil der acht Millenniums-Entwicklungsziele betrachtet.
§12. Selbst wenn man den Gebrauch moderner Kontrazeptiva als "in sich schlecht" beurteilen wollte, so wäre es auf der Basis des Prinzips von der "Handlung mit Doppelwirkung" ethisch immer noch möglich, den Gebrauch von Kondomen zur Krankheitsprävention zu verantworten, z.B. um die Gefahr einer Übertragung von HIV oder anderen STDs auf den Partner oder das ungeborene Kind zu minimieren.

SCHLUSSFOLGERUNG

§13. Die Entscheidung, moderne Kontrazeptiva anzuwenden, ist weder zur Familienplanung noch zur Krankheitsprävention "in sich schlecht", sie stellt an sich kein moralisches Übel dar. Im Gegenteil: Ihre Anwendung lässt sich ethisch verantworten und kann in bestimmten Fällen sogar eine ethische Pflicht sein.

EMPFEHLUNGEN

§14. Zum Gebrauch moderner Kontrazeptiva zur Krankheitsprävention
Angesichts des Ausmaßes der AIDS-Epidemie und der Tatsache, dass katholische Spitäler, Gesundheitseinrichtungen und Schulen weltweit ca. 25% der Versorgung sicherstellen empfehlen wir mit Blick auf die umfassenden Forschungen auf diesem Gebiet, dass die zuständigen kirchlichen Autoritäten die Umsetzung folgender höchst dringlicher Maßnahmen veranlassen:
§14.1. Das Dokument des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst von 2006, welches vorgeschlagen hat, dass der Gebrauch von Kondomen in gewissen Fällen moralisch erlaubt ist, insbesondere bei verheirateten Paaren zur Prävention von Krankheitsübertragung, soll umgehend veröffentlicht werden.
§14.2. Es soll ein offizielles lehramtliches Dokument veröffentlicht werden, das den Gebrauch nicht-abortiver moderner Kontrazeptiva zur Krankheitsprävention für moralisch zulässig oder gar moralisch verpflichtend erklärt.
Diese Stellungnahme soll eine ausdrückliche Bestimmung enthalten, welche die Verteilung solcher Mittel sowie eine kompetente Anleitung durch katholische Gesundheitseinrichtungen erlaubt.
§15. Zum Gebrauch moderner Kontrazeptiva zur Familienplanung
In komplexen Gesellschaften, wie der Katholischen Kirche, finden sich viele spezialisierte und einander ergänzende Kompetenzbereiche. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Feldern ist für das Gemeinwohl und die Gesellschaft unerlässlich.
Daher empfehlen wir, dass das katholische Lehramt die Positionen christlicher TheologInnen und ExpertInnen anderer relevanter wissenschaftlicher Disziplinen zur Ethik moderner nicht-abortiver Kontrazeptiva zur Familienplanung erfragt.
Wir empfehlen, dass deren Positionen auch in den übrigen Bereichen katholischer Sexualethik, die durch eine Revision des gegenwärtigen Verbots "künstlicher" Empfängnisverhütung betroffen wären, erhoben werden; insbesondere die negative Beurteilung von Masturbation, gleichgeschlechtlichen Beziehungen und In-vitro-Fertilisation.
Unabhängig davon, wie dieser Konsultationsprozess konkret erfolgt, ist es notwendig, dass die erfragten Positionen unabhängig und repräsentativ die Mehrheitsmeinung der bewährten wissenschaftlichen Gemeinschaft widerspiegeln und öffentlich zugänglich gemacht werden.
Falls keine Einhelligkeit gegeben ist, sollten die Namen und Begründungen jener, die der Mehrheitsauffassung widersprechen, öffentlich gemacht werden.
Der vorliegende Bericht kann als ein erster Schritt hin zu einem solchen Konsultationsprozess verstanden werden.
§16. Sollten die Fakten und Argumente, die im vorliegenden Bericht präsentiert werden, angenommen werden, dann empfehlen wir, dass ein offizielles lehramtliches Dokument das absolute Verbot "künstlicher" Empfängnisverhütung zurücknimmt und den Gebrauch moderner nicht-abortiver Kontrazeptiva sowohl zur Krankheitsprävention als auch zur Familienplanung für zulässig erklärt.
§17. So bald wie möglich nach der Publikationen eines solchen lehramtlichen Dokuments und abhängig von dessen Schlussfolgerungen sollten nationale Bischofskonferenzen empfehlen, dass katholische Gesundheitseinrichtungen moderne, nicht-abortive Kontrazeptiva verfügbar machen und auch adäquate Anleitung dafür bereitstellen.
§18. Weiters soll die bisherige kirchliche Praxis aufgegeben werden, die bedingungslose Akzeptanz der Lehre von HV als wesentliches Element der Rechtgläubigkeit anzusehen. Das gilt vor allem in Auswahlprozessen, insbesondere für das Bischofsamt und die Lehre an katholischen Bildungseinrichtungen.
§19. Woimmer möglich sollte das Unrecht wieder gut gemacht werden, das katholischen Gelehrten, die kirchlicher Zensur unterworfen und deren akademische Karrieren zerstört wurden, weil sie dem ethisch verantworteten Gebrauch moderner Kontrazeptiva das Wort geredet haben, zugefügt wurde.

Verfasser des Akademischen Berichts über den ethischen Gebrauch von Kontrazeptiva und Unterzeichner der Stellungnahme

  1. Prof Mark Joseph Calano, Philosophy & Marriage and Sexuality, Ateneo de Manila University, Quezon City, the Philippines;
  2. Dr Luca Badini Confalonieri, Wijngaards Institute for Catholic Research, London, UK;
  3. Prof Roger Burggraeve, Systematic and Moral Theology (Emeritus), Catholic University of Louvain, Belgium;
  4. Prof Ricardo Chica, Development Economics, Economic Development Consultant, Cartagena, Colombia;
  5. Prof Christine Gudorf, Christian Ethics, Florida International University, Miami, USA;
  6. Dr Nontando Hadebe, Theology, University of South Africa, Pretoria;
  7. Prof Jan Jans, Moral Theology, School of Humanities, University of Tilburg, the Netherlands;
  8. Emily Kahm, Practical Theology/Lived Religion, doctoral candidate at the Iliff School of Theology and the University of Denver, Colorado, USA;
  9. Prof William Lemaire, MD. Emeritus Professor. Department of Obstetrics and Gynecology. University of Miami, Miller School of Medicine;
  10. Prof Michael G. Lawler, Amelia and Emil Graff Chair in Catholic Theology (Emeritus), Creighton University, Omaha, USA;
  11. Dr Astrid Lobo Gajiwala, Microbiology, Medicine and Theology, Tata Research Institute, Mumbai, India;
  12. Dr Aloma Lobo, General Practitioner, Chair of Adoption Consultancy Services, Bengaluru, India;
  13. Prof Gerard Loughlin, Moral Theology, University of Durham, UK;
  14. Prof Dietmar Mieth, Theological Ethics (Emeritus), University of Tübingen, Germany;
  15. Dr Irina Pollard, Associate Professor, Biological Sciences, Macquarie University, Sydney, Australia;
  16. Dr Cristina Richie, Health Care Ethics, Massachusetts College of Pharmacy and Health Sciences, Boston, USA;
  17. Virginia Saldanha, BA Economics, for many years Executive Secretary of the Office of Laity, Family and Women’s Desk of the Federation of Asian Bishops’ Conferences, Mumbai, India;
  18. Prof Todd Salzmann, Amelia and Emil Graff Chair in Catholic Theology, Creighton University, Omaha, USA;
  19. Prof Joseph Selling, Moral Theology (Emeritus), Catholic University of Louvain, Belgium;
  20. Prof David Stronck, specialization ‘Sexuality Education’, Biology and Science, Department of Teacher Education, California State University, USA;
  21. Dr Agneta Sutton, Associate Lecturer, Christian Ethics, University College Chichester, UK;
  22. Dr John Wijngaards, Wijngaards Institute for Catholic Research, London, UK.

Mitunterzeichner der Stellungnahme

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  1. Prof. Anthony Suárez-Abraham, Theology, Dominican University, River Forest IL, USA;
  2. Prof Mario Aguilar, Chair of Religion and Politics at the School of Divinity, University of St Andrews, Scotland;
  3. Prof Subhash Anand SJ, Philosophy and Religion (Emeritus), Pontifical Athenaeum Jnanadeep Vidyapeeth, Pune, India;
  4. Prof Maria Pilar Aquino, ‘Theology and Religious Studies’, San Diego University; co-founder of the Academy of Catholic Hispanic Theologians, USA;
  5. Prof Antonio Autiero, Moral Theology (Emeritus), University of Münster, Germany;
  6. Prof Teresa Berger, Liturgical Studies and Thomas E. Golden Jr. Professor of Catholic Theology, Yale University, New Haven CT, USA;
  7. Prof Juan Barreto Betancort,New Testament, University of La Laguna, Santa Cruz, Tenerife, Canary Islands, Spain;
  8. Prof Paulo Agostinho N. Baptista, Doctor in the Sciences of Religion & Post-Doctorate in Demography, State University of Juiz de Fora, Brazil;
  9. Prof William W. Bassett JCD JD, Religion and Law (Emeritus), School of Law, University of San Francisco CA, USA;
  10. Prof Gregory Baum, Religious Studies (Emeritus), McGill University, Montreal, Canada;
  11. Prof Tina Beattie, Professor of Catholic Studies, University of Roehampton, London, UK;
  12. Prof Peter Beisheim, Religious Studies & Director Catholic Studies Program, Stonehill College, North Easton, MA, USA;
  13. Prof Eugene C.Bianchi, ‘Sexism and Woman-Man Liberation’, Religion (Emeritus), Emory University, Atlanta GA, USA;
  14. Prof Alberto Bondolfi, Ethics (Emeritus), Theological Faculty, University of Geneva, Switserland;
  15. Prof Sharon Bong, Religious Studies , Monash University, Malaysia;
  16. Assistant Prof Agnes M. Brazal, Theology, Research Fellow, De la Salle University, Manila, the Philippines;
  17. Prof Sidney Callahan, Paul J. McKeever Chair of Moral Theology (Emerita), St. John’s University, Queens, New York, USA;
  18. Prof Deirdre Carabine, previously International University of Health Sciences, Kampala; now Director of Programmes at the Virtual University of Uganda, Kampala;
  19. Assistant Prof Maria Lorena Carlo, PhD MPhil MA in Biomedical Informatics, MS Computing, MBA. Position: Assistant Professor in Computational Science, ESPOL University, Guayaquil, Ecuador;
  20. Prof Miguel Angel Sanchez Carlos, Theological Ethics, Universidad Iberoamericana, Ciudad de México, México;
  21. Levy Checketts, PhD candidate in Christian Ethics, Graduate Theological Union; adjunct lecturer in Philosophy and Religious Studies, Holy Names University, Oakland California, USA;
  22. Prof Juan Masiá Clavel SJ, Theology (Emeritus), Sophia University, Tokyo, Japan;
  23. Ana Laura Jiménez Codinach MA Theol, Foundress of the Community of John XXIII in Cuernavaca, Morelos, México;
  24. Prof John J. Collins, Theology and Scripture, Yale University, New Haven, Connecticut, USA;
  25. Dr Paul Collins, Church Historian and writer, Australian National University (Emeritus), Canberra, Australia;
  26. Prof Christopher C. H. Cook, Theology and Religion, Durham University, UK;
  27. Prof Michael L. Cook SJ, Religious Studies (Emeritus), Gonzaga University, Spokane, WA; now Sacred Heart Jesuit Center, Los Gatos, CA, USA;
  28. Dr Mary Condren, Religion, Gender and Culture, Centre for Gender and Women’s Studies, Trinity College, Dublin, Ireland;
  29. Prof José A. Cuenca T., Theology, University of Alcalá de Hemares, Madrid, Spain;
  30. Prof Charles E. Curran, previously professor of Moral Theology, the Catholic University of America; at present Elizabeth Scurlock University Professor of Human Values, Southern Methodist University, Dallas, Texas, USA; see endorsement;
  31. Prof James Dallen, Religious Studies (Emeritus), Gonzaga University, Spokane WA, USA;
  32. Prof Gabriel Daly OSA, Theology, Irish School of Ecumenics, Trinity College, Dublin, Ireland;
  33. Associate Prof María Teresa Dávila, Christian Ethics, Andover Newton Theological School, Newton, MA, USA;
  34. Stephen Devol, BA Economics, Director Dayton Catholic Worker Movement, Executive Producer Catholic Internet Television Network, Dayton OH, USA;
  35. Prof John A. Dick, History of Theology, Leuven University; visiting professor University of Ghent, Belgium;
  36. Prof Paul E. Dinter,, Religious Studies, Manhattan College, New York, USA;
  37. Dr Donal Dorr, Irish independent scholar and activist, Dublin, Ireland;
  38. Prof René van Eijden, ‘Women and the Church’, Dogmatic Theology (Emeritus), University of Utrecht, the Netherlands;
  39. Prof John Esposito, Religion and International Affairs, Georgetown University, Washington DC, USA;
  40. Prof Juan Antonio Estrada PhD & ThD,, Catedrático de Filosofía, Campus de Cartuja, Universidad de Granada, España;
  41. Prof Benjamín Forcano, ‘Moral Theology’ for many years at Universities in Spain, Italy, Colombia and Mexico; now retired in Spain;
  42. Prof Marcio Fabri Dos Anjos, Theology & Bioethics, coordinator of Doctorate program, Catholic University, San Camilo, Brazil;
  43. Dr Edward McGlynn Gaffney, founding member, Council on Law and Religion, Journal of Law and Religion; Senior Research Scholar, Valparaiso University School of Law, Indiana, USA;
  44. Dr George McGuire, MA History, MA School Psychology, PhD Clinical Psychology, former Assistant Director of Field Studies, State University New York, Old Westbury NY, USA;
  45. Prof Robert Gascoigne, Moral Theology (Emeritus), Australian Catholic University, Sydney, New South Wales, Australia;
  46. Prof Frederick Glennon, Religion, Social Ethics and Society, Le Moyne College, Syracuse NY, USA;
  47. Roz Graham BA MSc FRSA, former senior lecturer in Ethics, Winchester University & St Mary’s University, Twickenham, England;
  48. Prof Mary Grey, ‘Feminist Liberation Theology’, ‘Theology & Social Justice’ (Emerita), St Mary’s University, Twickenham, UK;
  49. Prof Andrea Grillo, Sacramental Theology and Philosophy of Religion, Pontifical Atheneum of St. Anselm, Rome, Italy;
  50. Prof Hermann Häring,, Systematic Theology (Emeritus), Radboud University, Nijmegen, Netherlands;
  51. Prof Hille Haker, Richard McCormick Endowed Chair of Ethics, Loyola University, Chicago, USA; also President of the Societas Ethica, European Society of Research in Ethics;
  52. Prof Wilfrid Harrington OP, Theology and Scripture (Emeritus), Milltown Institute of Theology and Philosophy & the Church of Ireland Theological College, Dublin, Ireland;
  53. Prof John F. Haught, Senior Fellow, Science & Religion, Woodstock Theological Center, Georgetown University, Washington DC, USA;
  54. Prof Karin Heller, Theology, Whitworth University, Westminster, Spokane WA, USA;
  55. Baroness Françoise Holvoet Bourguignon, BA Law & MA Philology, previously lecturer in Zaire, Tunisia, Paris and Toronto, Brussels, Belgium;
  56. Prof Michael Hornsby-Smith, Sociology (Emeritus), University of Surrey, UK;
  57. Dr. Dorothy Irvin, Theology;
  58. Raymond Hervey Joliffe Lord Hylton, Doctor h.c. Southampton University, member of the British House of Lords since 1971, London, UK;
  59. Dr Albert Jaxa-Chamiec, Director Medicinal Chemistry (until 2007), GlaxoSmithKline; Head of Medicinal Chemistry (Emeritus), Drug Discovery Centre, Imperial College, London, UK;
  60. Prof Erik Jurgens, Government Law (Emeritus), Free University of Amsterdam, former Assistant President of the Upper House of Parliament (Eerste Kamer), the Netherlands;
  61. Prof Othmar Keel, History of Religion, Theology and Exegesis (Emeritus), University of Fribourg, Switserland;
  62. Prof David Kelly, Theology and Health Care Ethics (Emeritus), Duquesne University, Pittsburgh PA, USA;
  63. Dr Michael Bernard Kelly, Adjunct Research Associate, Centre for Religious Studies, Monash University, Clayton, Victoria, Australia;
  64. Prof the Hon Kristina Keneally, Director of Gender Inclusion at Macquarie Graduate School of Management and 42nd Premier of New South Wales, Australia;
  65. Baroness Helena Kennedy QC, twenty-six honorary doctorates in law, Member of the House of Lords, London, UK; see endorsement
  66. Prof Ursula King, ‘Theology and Religious Studies’ (Emerita), Institute for Advanced Studies, University of Bristol; Professorial Research Associate, Department of the Study of Religions,School of Oriental and African Studies, University of London; Fellow of Heythrop College, University of London, honorary doctor of the Universities of Oslo (Sweden), Dayton Ohio (USA) and Edinburgh, UK;
  67. Assist. Prof Stefanie Knauss, Theology & Religious Studies, Villanova University, Radnor, Pennsylvania, USA;
  68. Dr Ad Krijnen, Sociology (Emeritus), Central Government Planning Body for the Province of Brabant in the Netherlands;
  69. Prof Gerhard Kruip, Christian Anthropology and Social Ethics, University of Mainz, Germany;
  70. Prof Paul Lakeland, Professor of Religious Studies & Director Center for Catholic Studies, Fairfield University, Fairfield CT, USA;
  71. Prof Bernard Lang, Biblical studies (Emeritus), University of Paderborn, Germany;
  72. Prof Paul Lauritzen, Theology and Religious Studies, John Carroll University, University Heights OH, USA;
  73. Prof Michel Lejeune, founder of the Institute of Medical Ethics and Law, Makerere University, Kampala; now Vice Chancellor of the Virtual University of Uganda and Chairman of the Uganda Vice Chancellors’ Forum, Kampala, Uganda;
  74. Prof Gertrude Jaron Lewis, specialization ‘women mystics in the Middle Ages’, German Literature (Emerita), Laurentian University, Greater Sudbury, Ontario, Canada;
  75. Dr Aloysius Lopez Cartagenas, formerly Rector of San Carlos Seminary and professor in Theological Ethics and Catholic Social Teaching, School of Theology, Cebu City, Philippines; at present an Independent Scholar;
  76. José Oscar Córdoba Lizcano, LicPhil, LicTheol, MA Anthropology, Universidad de los Andes, Colombia;
  77. Prof Robert Masson, ‘Theology Bridging Traditions, Cultures, and Disciplines’, Marquette University, Milwaukee WI, USA;
  78. Prof Kathleen Maas Weigert, ‘Women and Leadership’, Loyola University, Chicago IL, USA;
  79. Prof Darryl Macer, Director Eubios Ethics Institute, New Zealand, Japan and Thailand; President American University of Sovereign Nations, San Carlos AZ, USA;
  80. Prof Joseph Martos, previously ‘Religion and Philosophy’ at various Catholic Universities; now independent author and scholar, Louisville, Kentucky, USA;
  81. Prof Joseph Mattam SJ, founder Gujarat Jesuit Regional Theologate; Theology (Emeritus), Vidyajyoti University, Delhi, India;
  82. Luis Carlos Marrero MA Theol & MA Religious Studies, Interreligious Dialogue, Religion and Gender, Contextual Theology, Instituto Superior Ecuménico de Ciencias de las Religiones, Vedado, La Habana, Cuba;
  83. Prof Mary McAleese, previously Director of the Institute of Professional Legal Studies, and Pro-Vice Chancellor, Queen’s University, Belfast; President of the Republic of Ireland (1997-2011); see endorsement;
  84. Assist. Prof Mary McAuliffe, Gender Studies , Women’s Studies Centre, University College, Dublin, Ireland;
  85. Assistant Prof Dr Rosemary McHugh, ‘Reproductive Endocrinology’ and ‘Family Medicine’, Rush University Medical Center, Chicago, USA;
  86. Prof Michael McKale, Philosophical and Religious Studies & Director, Institute for Ethics, Saint Francis University, Loretto PA, USA;
  87. Dr David B. McLoughlin, Senior Lecturer, Newman University, Birmingham, UK;
  88. Dr Gina Menzies, lecturer in Medical Ethics, The Royal College of Surgeons, Dublin, Ireland;
  89. Prof Norbert Mette, Religious Pedagogy and Practical Theology, University of Dortmund,Germany;
  90. Dr Sr Amirtham Metti, Theology, writer and guest lecturer at many colleges in India, visiting fellow Woodstock Theological Center, Georgetown University, Washington DC, USA;
  91. Assistant Prof Alex Mikulich, ‘Theology of social and political transformation’, Loyola University, New Orleans, USA;
  92. Prof Andrew Miles MSc MPhil PhD DSc [hc], Senior Vice President and Secretary General, European Society for Person Centered Healthcare; Clinical Practice, Centre for Public Engagement, Kingston and St. George’s Joint Faculty of Health, University of London, UK;
  93. Prof Paul Misner, Theology (Emeritus), Marquette University, Milwaukee MI, USA;
  94. John O’Leary MA LLB, Attorney in private practice; member of Professional Conduct Committee for the Archdiocese of Cape Town; part-time lecturer, Mediation & Conflict Resolution, Universities of Cape Town and Western Cape, South Africa;
  95. Prof Joseph O’Leary, Theology (retired), Nanzan Institute for Religion and Culture; English literature (retired), Sophia University, Tokyo, Japan; see endorsement
  96. Prof Thomas O’Loughlin, Historical Theology, University of Nottingham, UK;
  97. Prof Francis Oakley, President Emeritus of the American Council of Learned Societies, New York; Edward Dorr Griffin Professor of the History of Ideas & President Emeritus , Williams College, Williamstown MA, USA
  98. Prof Stanisław Obirek, Religion in Modern Cultures, Interreligious Dialogue, American Studies Center, University of Warsaw, Poland;
  99. Prof Joseph Pathrapankal CMI, New Testament Studies (Emeritus), long-time President Dharmaram Vidya Kshetram University, Bengaluru, India;
  100. Prof Jesus Peláez del Rosal, New Testament Philology, University of Córdoba, Spain;
  101. Prof Frances M. Pelham,, English Literature (Emerita), Communications, Holy Family University, Philadelphia PA, USA;
  102. Prof Peter C. Phan, , three doctorates: ‘Sacred Theology’ (Salesian University, Rome), ‘Philosophy’ and ‘Divinity’ (both University of London); now ‘Catholic Social Thought’, Georgetown University, Washington DC, USA;
  103. Dr Pat Pinsent, Senior Research Fellow, University of Roehampton, London, UK;
  104. Prof Margarita Mª Pintos de Cea Naharro, President of the Association for Interreligious Dialogue, Madrid; Feminist Theology, University Carlos III de Madrid, Spain;
  105. Philomena Jacinta Prakashappa, MATheol, Researcher Feminist Theology, former Women’s Desk Secretary, Mysore Diocese; Director,Media Center for Rural Women, Mysore, India;
  106. Associate Prof Gunter Prüller-Jagenteufel, ‘Moral Theology’, the University of Vienna, Austria;
  107. Dr Mary Racelis, Research Scientist, Institute of Philippine Culture & Professorial Lecturer, Sociology and Anthropology, School of Social Sciences, Ateneo de Manila University, the Philippines.
  108. Prof Michael Raske, Practical Theology (Emeritus), Goethe-Universität, Frankfurt a. M., Germany;
  109. Geoffrey Robinson PhL STL DCL, Professor Emeritus of Canon Law at the Catholic Theological Institute of Sydney; Emeritus Auxiliary Bishop of Sydney, Australia;
  110. Prof Amando Robles Robles OP, Coordinador del Programa Maestro Eckhart, Centro Dominico de Investigación, Heredia, Costa Rica;
  111. Prof Susan A. Ross,, Theology, Loyola University, Chicago, USA;
  112. Prof Kenneth M. Sanchagrin,Sociology (emeritus), Mars Hill University, North Carolina; Director, Glenmary Research Center, Fairfield OH, USA ;
  113. Prof Michele Saracino, Chair of Religious Studies Department, Manhatton College, Riverdale NY, USA;
  114. Prof Sandra M. Schneiders, New Testament and Spirituality (Emerita), Jesuit School of Theology, Santa Clara University, Berkeley CA, USA;
  115. Prof Flavio Senra, philosopher and researcher of religion, Brazil;
  116. Prof Thomas A. Shannon, Religion and Social Ethics (Emeritus), Worcester Polytechnic Institute, MA, USA;
  117. Prof Thomas Sheehan, Religious Studies, Stanford University, California, USA;
  118. Prof Rosemarie Smead, Distinguished Teaching Professor, Mental Health and Family Therapy (Emerita), Indiana University, Bloomington IN, USA;
  119. Prof David Smith, Healthcare Ethics, Royal College of Surgeons, Dublin, Ireland;
  120. Dr Jean Ponder Soto, 2016-2017 Fellow, Lonergan Institute, Boston College, USA;
  121. Prof Brian Stiltner, Theology and Religious Studies, Sacred Heart University, Fairfield CT, USA;
  122. Prof Peter Steinfels, Professor (Emeritus), Fordham University, founding co-director of the Fordham Center on Religion and Culture, New York City, USA;
  123. Dr Bridie Stringer, Lecturer, Pastoral Theology, St Mary’s University, Twickenham, UK;
  124. Prof John Sullivan, Christian Education (Emeritus), Hope University, Liverpool, UK;
  125. Prof Edward Sunshine, Moral Theology (Emeritus), Barry University, Miami Shores, Florida, USA;
  126. Prof Luiz Carlos Susin, Religion and Theological Anthropology, Catholic Pontifical University, Rio Grande del Sol, Porto Allegre, Brasil;
  127. Prof Len Swidler, ‘Catholic Thought & Interreligious Dialogue’, Temple University; Founder/President, Interreligious, Intercultural, International Dialogue Institute; Founder/President of the ‘Association for the Rights of Catholics in the Church’; Philadelphia, USA;
  128. Prof Juan José Tamayo, President of the Asociación de Teólogos Juan XXIII; Theology, Charles III University of Madrid, Spain;
  129. Prof Faustino Teixeira, Sciences of Religion, Federal University of Juiz de Fora, Mato Grosso, Brazil;
  130. Prof Sam J. Thomas, History (Emeritus), Michigan State University, East Lansing MI, USA;
  131. Prof Margaret Susan Thompson, ‘History, Religion and Women & Gender Studies’, Syracuse University, Syracuse NY, USA;
  132. Prof Milburn Thompson, Theology (Emeritus), Bellarmine University, Louisville, Kentucky, USA;
  133. Prof Luiza Tomita, Theology, Salesian University, São Paulo, Brazil; see endorsement
  134. Prof Geoffrey Turner, Head of Theology (Emeritus), Trinity University, Leeds, UK;
  135. Prof Edward Vacek SJ, Religious Studies, Loyola University, New Orleans LA, USA;
  136. Prof Bryan W. Van Norden, Philosophy, Vassar College, Poughkeepsie NY, USA;
  137. Prof José María Vigil, Theology, previously at the Centro Regional de Estudios Teológicos de Aragón, of the Pontifical University of Salamanca,Spain; and the Central American University, Managua, Nicaragua; coordinator of the Latin-American Theological Commission of the Ecumenical Association of Third World Theologians;
  138. Prof Evaristo Villar Villar, Biblical Theology and the Science of Religion, “Lumen Gentium” Institute & la Escuela Bíblica de Madrid, Spain;
  139. Dr Michael Walsh, historian and author, former Librarian, Heythrop College, University of London, UK;
  140. Aloys Wijngaards Sr MA (Doctorandus), ‘Pastoral Theology’ (Emeritus), Diaconal Training College Dijnselburg, Zeist, the Netherlands;
  141. Dr Aloys Wijngaards Jr, Researcher, specialisation ‘Theology and the Ethics of Economics’, Amsterdam, the Netherlands;
  142. Nelleke Wijngaards-Serrarens MA Soc (Doctoranda), Sociology & Family Guidance (Emerita), Diaconal Training College Dijnselburg, Zeist, the Netherlands;
  143. Prof Guus Wijngaards, previously Secretary General of AEDE (l’Association Européenne des Enseignants), Deputy-Director of EUN (European Schoolnet in Brussels); ‘eLearning’ (Emeritus), InHolland University, Rotterdam, the Netherlands;
  144. Associate Prof Tobias Winright, ‘Health Care Ethics’, Gnaegi Center for Health Care Ethics, and ‘Theological Ethics’, Dept of Theological Studies, Saint Louis University, USA;
  145. Prof Werner Wolbert, Moral Theology (Emeritus), Salzburg University, Austria;
  146. Prof William Wood Basset, Law (Emeritus), University of San Francisco, USA; Editorial Board, Concilium;
  147. Prof Leslie Woodcock Tentler, History (Emerita), Catholic University of America, Washington DC, USA;
  148. Prof Hans-Georg Ziebertz, Practical Theology, Würzburg University, Germany.

Die ökumenischen Mitunterzeichner

  1. Prof David Carr, Ethics and Education, School of Education, University of Birmingham, UK;
  2. Prof Cynthia Crysdale, Christian Ethics and Theology, School of Theology, University of the South, Sewanee, Canada;
  3. Revd Duncan Dormor MA MSc BA, Director of Studies, Faculty of Divinity, & Dean, St John’s College, University of Cambridge, UK; see endorsement;
  4. Prof Esther Dusabe Richards, Religion, Reproductive Health Rights and International Development, Liverpool School of Tropical Medicine, UK;
  5. Prof Manuela Kalsky, Edward Schillebeeckx Chair for Theology and Society, Free University, Amsterdam; and director of the Dominican Study Centre for Theology and Society, Amsterdam, the Netherlands;
  6. Prof Jennifer Knust, Associate Professor of New Testament and Christian Origins, Boston University School of Theology, and Director of Graduate Studies, Graduate Division of Religious Studies, Boston University, USA;
  7. Prof Martyn Percy, Dean of Christ Church College, University of Oxford; previously Principal of Ripon College, Cuddesdon, and Director of the Lincoln Theological Institute, UK;
  8. Prof Merry Wiesner-Hanks, Distinguished Professor of History and Women’s and Gender Studies, University of Wisconsin MI, USA.

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